Terreiro Casa St. Michael

Terreiro

Der Terreiro ist der Platz, an dem sich die Menschen versammeln. Er steht für den mystischen Teil Afrikas und für Rekonstruktion.

Ein Terreiro hat keine selbstverständliche Realität mehr. Er symbolisiert die große Mutter, die Heimat von Familie und Religion. Afrika ist die Wiege der Menschheit und der Ort, an den unsere göttlichen Vorfahren zurückkehren. Jeder Terreiro ist selbstständig und der Ort, an dem das ganze Universum zusammengefasst ist (Orum/Aye).
Kein Haus ist wie das andere – es ist der heilige Raum der Mãe de Santo / Pai de Santo und ebenso individuell wie diese. Im Terreiro können die Beziehungen von Orixa und Mensch wieder aufgenommen werden. Es werden die Orixas gerufen, Axe ausgetauscht und die Dynamik und Fortsetzung der Existenz erfahrbar gemacht.
Die Terreiros stellen geschlossene Einheiten dar, zwischen denen freundschaftliche Verbindungen bestehen können.

Religiös gesehen, bestehen keine Verpflichtungen. Jeder Terreiro umfasst mehrere Gebäude und Räume, die eine Einheit bilden. Die Räume und Plätze haben eine Verbindung mit den Elementen, die unentbehrlich sind.

Das Haus symbolisiert die Realität (Raum für Tanz, Trommeln, Raum für Gewänder, rituelle Küche, Platz für Zuschauer).
Es gibt einen Heiligen Raum für Deitada (das ist eine Initiation, die im Liegen verbracht wird)
Es gibt Fundamente für die Orixas.
Im Altarbereich findet man verschiedene Einflüsse von unterschiedlichen Religionen. Auf dem Altar steht ein 7-armiger Leuchter (Menorah, hebräisch), die Skulptur von Jesus Christus und Mutter Maria aus dem Christentum. Aus den Naturreligionen finden sich Steine, Metall, Werkzeuge und Waffen.

Der Umbanda Terreiro ist kein Haus, welches ausschließt, sondern ergänzt und integriert. In Deutschland werden keltische und germanisch-walisische Bräuche integriert, allgemein jedoch Bräuche aus allen Religionen: jüdische, christliche, islamische, hinduistische, buddhistische, hellenistische, Bräuche aus Sufismus, Schamanismus, Umbanda, Spiritismus, Candomblé, Macumba, der Yoruba, von Freimaurern, Templern, Rosenkreuzern, Isis Kult, Santa Sara, schwarzer Madonna, Franz von Assisi, Clara von Assisi, der weißen Bruderschaft, Bruno Gröning, Dr. Fritz, Osho, Babagii,  Sante Diamant…
Das alles bringen Menschen aus der ganzen Welt in die Bewegung mit ein.
Es geht zu Multireligiosität und zum Multikulturellen, nichts trennt, alles ist eins vom Anbeginn der Zeit. Der Terreiro ist die Welt im Mikrokosmos. Er ist Schutz und Heilung.